UN-Generalsekretär António Guterres sieht die Vereinten Nationen trotz erheblicher finanzieller Probleme handlungsfähig. Die Organisation habe ihre Arbeit auch mit geringeren Mitteln fortsetzen können, sagte er der Nachrichtenagentur AP. „Und ich denke, wir haben bewiesen, dass wir die Ausgaben öffentlicher Gelder besser im Griff haben als jede andere Organisation in irgendeinem Land der Welt.“
Die Finanzprobleme der UN sind größtenteils darauf zurückzuführen, dass die USA ausstehende Milliardenbeträge für den regulären Verwaltungshaushalt sowie für den gesonderten Haushalt der UN-Friedensmissionen nicht beglichen haben. Ein finanzieller Zusammenbruch konnte dennoch abgewendet werden. Zugleich befindet sich die Organisation inmitten umfassender Reformen, auf die die Regierung von US-Präsident Donald Trump gedrängt hatte.
Als UN-Generalsekretär verfügt Guterres weder über eine Armee noch über einen Geheimdienst oder nennenswerte finanzielle Mittel. Er besitze jedoch zwei Befugnisse, sagte er: sich zu globalen Fragen zu äußern und die Länder der Welt zusammenzurufen.
Wegen den geopolitischen Konflikten hätten die Vereinten Nationen „keinen Hebel“, um den Frieden in der Ukraine und im Nahen Osten zu fördern, sagte Guterres. Er betonte jedoch, er habe sich entschlossen für die UN-Charta und die territoriale Integrität der Staaten eingesetzt sowie „schreckliche Menschenrechtsverletzungen“ verurteilt.
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Vereinte Nationen: Guterres sieht UN trotz Finanzkrise handlungsfähig
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Handelsblatt
· ap