Der Investor Petrus Advisers hat das österreichische Geldhaus Raiffeisen Bank International (RBI) gegen die Vorwürfe des Leerverkäufers Grizzly Research in Schutz genommen. Dessen Bericht sei „faktenarm, schlecht recherchiert und substanzlos“, teilte Petrus Advisers am Freitag mit. Er stütze sich auf russische Zolldaten, die jedoch keine Beweise für Sanktionsverstöße lieferten. „Unterstellung ist kein Beweis“.
Zudem verwies der Investor auf einen ähnlichen Vorfall vom Februar 2025, nach dem sich die Aktie rasch erholt habe. Der britische Investor erklärte zudem, am Donnerstag RBI-Aktien erworben zu haben, und behielt sich rechtliche Schritte vor.
Der am Donnerstag veröffentlichte Bericht hatte die RBI-Aktie zunächst auf Talfahrt geschickt. Das Papier verlor in der Spitze mehr als neun Prozent, notierte am Freitagnachmittag jedoch wieder 0,7 Prozent im Plus.
Der Leerverkäufer wirft der RBI darin Fehlverhalten ihrer russischen Tochterbank im Zusammenhang mit westlichen Sanktionen vor. Grizzly Research ist ein auf Leerverkäufe spezialisiertes US-Unternehmen, das von fallenden Kursen profitiert und in der Vergangenheit bereits mit kritischen Berichten für Aufsehen gesorgt hat.