Die Wall Street erhält Rückenwind durch die fallenden Ölpreise und etwas niedrigeren Renditen.Der Ölpreis der Nordsee-Ölsorte Brent liegt nur noch bei rund 103 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Gleichzeitig notieren die zehnjährigen US-Staatsanleihen bei knapp unter fünf Prozent.
Für Aufmerksamkeit sorgt die Leitzinsentscheidung der Bank of Japan: Die Japanische Zentralbank erhöht den Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent und setzt damit ihren straffen geldpolitischen Kurs fort – in einem Tempo, wie es Japan seit Jahrzehnten nicht erlebt hat. Trotz der Zinserhöhung schwächt sich der Yen überraschend ab.
Im Technologiesektor bleibt die Stimmung konstruktiv. Die US-Investmentbank Evercore hebt ihr Kursziel für Apple auf 380 US-Dollar an. Die Analysten erwarten, dass mehr Kunden ihre älteren iPhones durch neue Modelle ersetzen. Zudem dürften höhere Listenpreise und eine stärkere Nachfrage nach teuren Pro-Modellen den durchschnittlichen Verkaufspreis deutlich steigen lassen.
Auch Salesforce erhält nach seiner Entwickler- und Kundenkonferenz Dreamforce mehrere Kurszielanhebungen. Analysten zeigen sich zuversichtlicher, dass der Softwarekonzern mit seinen KI-Angeboten tatsächlich zusätzliche Umsätze erzielen kann.
Beim Stromtechnikhersteller Generac sorgt unterdessen der Großauftrag von Amazon für Rechenzentren weiter für Rückenwind – das potenzielle Auftragsvolumen liegt bei bis zu acht Milliarden US-Dollar.
Ein Gegensignal zum grundsätzlich freundlichen Marktumfeld kommt allerdings von den Fondsströmen: Aus globalen Aktienfonds zogen Anleger zuletzt 23,2 Milliarden US-Dollar ab – der stärkste Wochenabfluss seit neun Monaten.
Allgemein
Wall Street: Fallendes Öl und Tech-Hoffnung geben der Wall Street Rückenwind
Source