US-Justizminister Todd Blanche hat einen politischen Zusammenhang zwischen aktuellen Warnungen vor den Risiken Künstlicher Intelligenz (KI) und den bevorstehenden Kongresswahlen hergestellt. Berichte über mögliche Cyberangriffe durch eigenständig agierende KI-Systeme könnten gezielt veröffentlicht worden sein, um die Republikaner bei den Wahlen im November zu schwächen, sagte Blanche am Dienstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.
Blanche verwies darauf, dass plötzlich zahlreiche demokratische Senatoren über die Risiken von KI und die Notwendigkeit einer Regulierung sprächen. Zuvor seien sie monatelang auffällig still gewesen. Blanche sagte, der Zeitpunkt sei ein Beleg dafür, „dass dies nichts anderes als ein Versuch ist, die Kongresswahlen zu beeinflussen“. „Eigentlich sollte ich das natürlich nicht laut aussprechen müssen“, sagte Blanche.
Seine Äußerungen sind insofern ungewöhnlich, als die jüngsten Warnungen vor den Risiken von KI unter anderem von führenden Unternehmen der Branche wie Anthropic, OpenAI und Google DeepMind stammen.
Nach seiner Auslieferung von Venezuela an die USA hat sich ein Vertrauter von Ex-Staatschef Nicolás Maduro, der Geschäftsmann und frühere Minister Alex Saab, vor Gericht der Geldwäsche schuldig bekannt. Das teilte das US-Justizministerium mit. Der 54-Jährige soll sich an einem venezolanischen Sozialprogramm für Lebensmittel und Medikamente persönlich bereichert haben.
Ein Termin für die Verkündung des Strafmaßes ist noch nicht bekannt. Saab drohen laut den US-Angaben bis zu 20 Jahre Gefängnis. Medienberichten zufolge soll sich Saab auch verpflichtet haben, 195 Millionen Dollar (169 Millionen Euro) zurückzugeben und mit der US-Justiz zusammenzuarbeiten.
FBI-Direktor Kash Patel hat vor einem Ausschuss des US-Senats Änderungen bei den Einstellungsregeln der Bundespolizei verteidigt. Bewerber, die in der Vergangenheit an Prostitution oder sexuellen Handlungen mit Tieren beteiligt waren, können demnach unter bestimmten Umständen weiterhin für eine Stelle beim FBI berücksichtigt werden.
Patel erklärte, die Änderungen sollten insbesondere verhindern, dass Opfer von Menschenhandel oder erzwungenen sexuellen Handlungen automatisch von einer Bewerbung ausgeschlossen werden. Die neuen Regeln bedeuteten keine Absenkung der allgemeinen Einstellungsstandards. Das FBI wolle weiterhin bestimmte Bewerber ausschließen, unter anderem bei einer Beteiligung an Prostitution innerhalb der vergangenen zehn Jahre.
In einer ungewöhnlichen parteiübergreifenden Allianz haben der linke US-Senator Bernie Sanders und der Trump-Verbündete Steve Bannon vor katastrophalen Folgen bei Künstlicher Intelligenz (KI) gewarnt. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung in Washington forderten die beiden politischen Gegenspieler am Dienstag weitreichende Beschränkungen für KI‑Systeme. Sie eint die Sorge, dass die Technologie der Menschheit massiven Schaden zufügen könnte.
Sanders, der sich selbst als demokratischen Sozialisten bezeichnet, warnte vor einer wachsenden Bedrohung und forderte verbindliche Sicherheitsregeln. „KI hat das Potenzial, zig Millionen Arbeitsplätze zu vernichten, ganze Berufsstände auszulöschen und unseren jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben zu erschweren“, sagte der Senator. Zudem bestehe die Gefahr, dass die Technologie der menschlichen Kontrolle entgleite. KI sei bereits zur Erschaffung neuer Viren genutzt worden, was in den falschen Händen zu neuen Biowaffen und einer globalen Pandemie führen könne.
Sanders forderte US-Präsident Donald Trump auf, bei seinem Gipfeltreffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in der kommenden Woche ein Abkommen über eine Pause bei der KI-Entwicklung auszuhandeln. Zudem kritisierte er Tech-Manager wie SpaceX-Chef Elon Musk für ihre Machtkonzentration in dem Bereich.
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Handelsblatt
· Redaktion Handelsblatt