Das russische Außenministerium bestellt die britische Geschäftsträgerin in Moskau, Danae Dholakia, ein, um formell gegen die Ausweitung der Waffenlieferungen der Regierung in London an die Ukraine zu protestieren. Mit der Lieferung weiterer Waffen mache sich Großbritannien zum Mitschuldigen an den Gräueltaten der Kiewer Führung, die als Terrorismus und Kriegsverbrechen einzustufen seien, teilt das Ministerium mit. Großbritannien betont dagegen, fest an der Seite der Ukraine zu stehen und das Land mit der nötigen Militärausrüstung zu versorgen. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern gelten als zerrüttet; Russland hat derzeit keinen Botschafter in London.
Die zehn Parteien auf dem Wahlzettel gelten durchweg als kremlnah und unterstützen den von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Krieg. Der Präsident forderte die Wähler auf, mit ihrer Stimmabgabe einen Beitrag zum Sieg des Landes in dem Krieg zu leisten. Der schon vorab von Kritikern als unfair bezeichnete Urnengang gilt vor allem als ein Referendum über die Fortsetzung der seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Invasion.
Die seit über 20 Jahren regierende Kremlpartei Geeintes Russland erwartet nach dem Ausschluss der Anti-Kriegspartei Jabloko trotz einer massiven Wirtschaftskrise, Kriegsmüdigkeit und Unzufriedenheit der Menschen eine Zweidrittelmehrheit. Für die Partei kandidieren Dutzende Kriegsveteranen.
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Ukraine-Krieg: Putin wirft Ukraine Störung russischer Parlamentswahl vor
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Handelsblatt
· Redaktion Handelsblatt