US-Präsident Donald Trump will eine »AI Force« zur Überwachung künstlicher Intelligenz ins Leben ​rufen. Auf seiner Online-Plattform Truth Social kündigte er an , die »AI Force« solle sich der »schlechten« Auswirkungen von KI annehmen, im Rahmen der existierenden Strafgesetzordnung. Seine Regierung werde »das Wachstum dieser unglaublichen Industrie in keinster Weise behindern oder drosseln«. Zudem wolle er in ‌naher Zukunft einen KI-Beauftragten ernennen, einen sogenannten »KI-Zar«.

Bis März agierte der Silicon-Valley-Unternehmer David Sacks in dieser Rolle, zog sich aber zurück, nachdem die Frist für seine Aktivität als externer Regierungsmitarbeiter abgelaufen war.

Die Details zu der von Trump angekündigten »AI Force« sind zunächst unklar. Ihre Gründung könnte als ein erster Versuch seiner Regierung interpretiert werden, nun doch eine staatliche Aufsicht der Technologie zu etablieren. Bislang hatte Trump eine stärkere Regulierung abgelehnt. Das Präsidialamt nahm zu den Plänen zunächst nicht Stellung.

Gleichzeitig äußerte sich der US-Präsident erneut ablehnend zu Sicherheitswarnungen wegen der rasanten Entwicklung von künstlicher Intelligenz. Kritiker der Technologie wollten »die Dezimierung oder Zerstörung von KI«, schrieb Trump. »Ich, als Präsident der Vereinigten Staaten, werde nicht untätig daneben stehen und das zulassen.«

Bereits Anfang der Woche hatte Trump erklärt, es gebe eine »üble Verschwörung« ‌gegen künstliche Intelligenz und Rechenzentren. Dabei ​wies er Forderungen ‌nach neuen bundesweiten KI-Regeln noch zurück und betonte, die USA bräuchten für die Regulierung der Technologie lediglich einen starken Präsidenten.

In den vergangenen Wochen hatten sich selbst KI-Größen wie OpenAI und Anthropic aus Sicherheitsgründen für ein Drosseln der Entwicklung von künstlicher Intelligenz ausgesprochen. KI-Rechenzentren sind zudem zu einem wichtigen Thema vor den entscheidenden US-Zwischenwahlen im November geworden. Immer mehr US-Bürger stehen Rechenzentren wegen ihres immensen Energieverbrauchs mittlerweile skeptisch gegenüber.

Nach zahlreichen Vorfällen wollen KI-Chefs das Entwicklungstempo bremsen. Bei einer jüngst bekannt gewordenen Attacke einer Anthropic-KI griff ein Ehrenamtlicher rechtzeitig ein. Lesen Sie hier seine Geschichte.