Die Ölversorgung im Nahen Osten steht für die Anleger an den Rohstoffmärkten weiterhin im Fokus. Am Mittwoch unterbrachen die Ölpreise an den Börsen ihre zweitägige Rally, da Berichte über alternative Lieferwege von Saudi-Arabien die Sorgen über das Ausmaß der Versorgungsengpässe in der Region dämpften. Laut Reuters bietet Saudi-Arabien asiatischen Raffinerien demnach zusätzliche Rohölladungen zur Verladung über Umladungen von Schiff zu Schiff vor dem omanischen Hafen Sohar an.

An den Terminmärkten verbilligte sich ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent um bis zu 1,5 Prozent, das US-Öl WTI sank in der Spitze um zwei Prozent. Im Laufe des Vormittages zogen die Preise dann wieder etwas an. Brent stand noch 0,4 Prozent im Minus bei 108,41 Dollar, WTI notierte 0,9 Prozent schwächer bei 104,88 Dollar.

Bei einem Gebäudeeinsturz in der Stadt Gaza hat es in der Nacht palästinensischen Angaben zufolge viele Tote gegeben. Demnach war das sechsstöckige Gebäude durch israelische Angriffe beschädigt worden. Mindestens elf Menschen, darunter auch Kinder, seien ums Leben gekommen und weitere verletzt worden, teilte der Sprecher des von Hamas kontrollierten Zivilschutzes, Mahmud Basal, am Morgen mit.

Den Angaben zufolge sollen noch Dutzende Menschen unter den Trümmern des Wohnhauses verschüttet sein. Helfer suchen derzeit nach ihnen. Den Einsatzkräften fehlt es dabei jedoch an Ausrüstung und schwerem Gerät.

Im Zuge des Kriegs zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas stürzen immer wieder durch die Kämpfe beschädigte Gebäude ein. Israels Armee sagte auf Anfrage, sie gehe den Berichten nach.

Die US-Regierung rät ihren Staatsbürgern von Reisen nach Saudi-Arabien ab. Mögliche Reisepläne sollten überprüft werden, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums. Grund sei das „Risiko von Angriffen iranischer Drohnen und Raketen“ auf amerikanische Einrichtungen in dem verbündeten Königreich, bewaffnete Konflikte sowie die Gefahr von Terroranschlägen. Damit galt für das ganze Land die zweithöchste Warnstufe.

Für Gebiete nahe der jemenitischen Grenze gelte die höchste Warnstufe, also eine Reisewarnung, hieß es. Hintergrund sind die jüngsten Angriffe der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz aus dem Nachbarland.

Die US-Regierung plant ein neues milliardenschweres Waffengeschäft mit Israel: Für rund 2,8 Milliarden US-Dollar (etwa 2,4 Milliarden Euro) sollen unter anderem 40.000 leistungsstarke Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 900 Kilogramm geliefert werden. Das Paket umfasst 20.000 Bomben des Typs Mk84 und 20.000 des Typs BLU-117, wie zwei US-Regierungsvertreter und eine mit den Plänen vertraute Person am Dienstag (Ortszeit) mitteilten.

Derartige Waffen hatten wegen der Sorge vor einer hohen Zahl ziviler Opfer im Gazastreifen bereits für Kritik gesorgt. Die Regierung des damaligen US-Präsidenten Joe Biden hatte ihre Lieferung deshalb vor zwei Jahren vorübergehend ausgesetzt.