Der Klimawandel und seine Folgen werden immer teurer. Zwischen 2016 und 2025 beziffert der Gesamtverband der Versicherer (GDV) die Schäden durch Naturkatastrophen deutschlandweit auf rund 2,4 Milliarden Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Von 2000 bis 2009 waren es nur etwa 1,4 Milliarden Euro.
Das trifft auch Immobilienbesitzer. Schäden an Häusern durch Hitze, Sturm oder Starkregen nehmen zu, die Beiträge für Elementarversicherungen steigen.
Wer hohe Reparaturkosten möglichst vermeiden will, kann seine Immobilie vorab davor schützen. Und auch beim Hauskauf sollte das Klimarisiko eine Rolle spielen, denn je nach Lage können Naturgefahren zum Kostentreiber werden. Aber welche Schutzmaßnahmen sind besonders effektiv? Und was kosten sie?
Hitze und Hochwasser beeinflussen Immobilienwerte
Die größten Klimarisiken in Deutschland sind Hitze und Starkregen, sagt Jörg Schiller, Professor für Versicherungswirtschaft an der Universität Hohenheim.
Deutschland lässt sich in sogenannte Klimaregionen einteilen: Das Sturmrisiko ist in den Küstenregionen im Norden höher. Hitze betrifft besonders den Südwesten, den Oberrheingraben und dicht bebaute Stadtgebiete. Starkregen gefährdet vor allem Senken und tiefer liegende Gebiete, in denen sich das Wasser sammelt und später in Häuser eindringt. Er kann grundsätzlich aber überall in Deutschland aufkommen.