Das Bundesverkehrsministerium sorgt sich um die Zukunftsfähigkeit der Frachtsparte der Deutschen Bahn. „Die wirtschaftliche Lage der DB Cargo AG bleibt trotz erster Fortschritte im Transformationsprozess äußerst angespannt“, teilte das CDU-geführte Ministerium am Freitag auf Anfrage mit. Die Erfüllung der Vorgaben der EU-Kommission sei „akut gefährdet“. Weitere Abstimmungen mit der Brüsseler Behörde seien deswegen erforderlich.
„Ein erster Schritt erfolgt mit der anstehenden turnusgemäßen Berichterstattung gegenüber der EU-Kommission.“ Darüber hinausgehende Termine und Details zum Verfahren würden gerade abgestimmt. „Die Basis muss ein wirtschaftlich nachhaltiges und langfristig tragfähiges Sanierungskonzept sein.“ Die Frachtsparte der Bahn rechnet in diesem Jahr nicht mehr mit einem Gewinn. „Ein bilanzieller Einmaleffekt aus Verlustabschreibungen unserer britischen Tochtergesellschaft wird das Cargo-Ergebnis in diesem Jahr belasten“, hatte DB-Cargo-Chef Bernhard Osburg am Donnerstag in Berlin gesagt.
Der Verkaufsprozess für die britische Tochter sei bereits angelaufen. Im Umfeld des Unternehmens hieß es, die Wertberichtigungen summierten sich auf rund 260 Millionen Euro. Sie müssen schon dieses Jahr verbucht werden, weil zeitnah mit verbindlichen Angeboten gerechnet wird. Die angepeilte schwarze Null von DB Cargo sei 2026 damit kaum mehr zu schaffen. Die Sanierung im Heimatmarkt laufe aber besser als erwartet.
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Güterverkehr: DB Cargo gerät bei EU-Vorgaben unter Zeitdruck
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Handelsblatt
· Reuters