Diese Zeichnungen von Brigitte Bardot werden versteigert

Sonnenbrillen, Ballettschuhe, Zeichnungen – für Bewunderer von Brigitte Bardot dürfte die Versteigerung von Erinnerungsstücken aus dem Nachlass der französischen Filmdiva ein Fest werden. Nicht jedoch für Bardots Witwer: Bernard d'Ormale, 85, hat die geplante Auktion als »skandalös« kritisiert.

Es handle sich um »intime Objekte«, deren Verkauf das Gedenken an Bardot missachte, sagte d'Ormale. Falls sie Geld brauche, hätte die von Brigitte Bardot gegründete Tierschutzorganisation stattdessen eine ihrer Immobilien verkaufen können, argumentierte er.

Der Großteil der am Montag zur Auktion stehenden mehr als 300 Erinnerungsstücke stammten aus Bardots Apartment in Paris, der Rest aus ihrer Villa »La Madrague« bei Saint-Tropez, sagte d'Ormale. Dazu gehörten etwa Schmuckstücke, die Flamenco-Gitarre des Stars und ein schwarzer Ballettrock. »Das sind Dinge, die ich jahrelang in dieser Wohnung gesehen habe, und auf einmal, hopp, ist alles weg – und glauben Sie, jemand hätte mich nach meiner Meinung gefragt?«, sagte der Witwer. Stattdessen sei er »vor vollendete Tatsachen gestellt« worden.

Mehr als 300 Erinnerungsstücke Bardots können bei der Auktion ersteigert werden

Ein Sprecher der Brigitte-Bardot-Stiftung erklärte dagegen, die Versteigerung sei im Juni vom Verwaltungsrat der Stiftung einschließlich d'Ormale beschlossen worden. Die Schauspielerin selbst habe in der Vergangenheit eine »Auktion ihrer liebsten Dinge« organisiert, um ihre Stiftung zu finanzieren.

Bardot war im Dezember 2025 im Alter von 91 Jahren an einer Krebserkrankung gestorben. Die Schauspielerin hatte 1956 mit dem Film »Und immer lockt das Weib« Weltruhm erlangt, in dem sie eine junge Frau spielt, die selbstbewusst ihre sexuellen Bedürfnisse auslebt. Bis Anfang der Siebzigerjahre drehte Bardot etwa 50 Filme, darunter mit angesehenen Regisseuren wie Jean-Luc Godard und Louis Malle. Sie gehörte zu den meistfotografierten Frauen der Welt.

1973 gab Bardot ihre Schauspielkarriere auf und widmete ihr Leben fortan bedrohten Tieren. Politisch driftete Bardot nach rechts außen ab und wurde mehrfach wegen rassistischer Äußerungen zu Geldstrafen verurteilt.