Aber: Richtig zubereitet ist der Klops, der eigentlich eine Beere ist, ein wahrer Hochgenuss. Wir haben fünf klasse Rezepte, garantiert ohne Halloween.

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Auch in Brandenburg prominent: der Kürbis in all seinen Farben, Formen und Geschmacksrichtungen.

Seit ein paar Jahren geht es ja im Oktober gefühlt nur noch um zwei Dinge: Halloween und Kürbisse, die ja auch beim Halloween eine tragende Rolle als Fratzen stellen, in die man charmanterweise eine Kerze stellt.

Ganz genau genommen geht der Brauch aber auf irische Auswanderer zurück, die einst Rüben aushöhlten und Kerzen hineinstellten, um böse Geister zu vertreiben. In der Neuen Welt fanden sie etwas Besseres: den Kürbis, der dort seit Jahrtausenden wächst, groß, orange und wunderbar leicht zu schnitzen. Von dort trat der gelbe bis orangefarbene Klops seinen Siegeszug an, Hierzulande kennt man ihn erst seit rund 500 Jahren, und heute grinst der Kürbis auch aus deutschen Fenstern und Vorgärten, was natürlich Halloween geschuldet ist.

Doch der Kürbis kann mehr als nur gruseln, und wer beim Schnitzen das Fruchtfleisch nicht wegwirft, hat das Abendessen schon halb auf dem Tisch. Der Hokkaido, der seinen Ursprung in Asien hat, ist hierzulande mittlerweile zum Star aufgestiegen: Man muss ihn nicht schälen, die Schale wird beim Garen weich und schmeckt leicht nussig. Butternut punktet mit cremigem, süßlichem Fruchtfleisch, der Muskatkürbis mit kräftigem Aroma. Dazu ist das Gemüse grundsätzlich kalorienarm, steckt voller Beta-Carotin und hält sich kühl und trocken wochenlang. Nur Zierkürbisse und bittere Früchte bleiben besser im Vorgarten, denn die enthaltenen Bitterstoffe können giftig sein. Von September bis in den November hat der Kürbis Hochsaison, und auf den Höfen der Region gibt es Sorten zu entdecken, die man im Supermarkt vergeblich sucht. Unsere Fünf Rezepte von der Suppe bis zum Kuchen zeigen, wie vielseitig das Herbstgemüse ist. Auch ohne Kerze.

Zutaten: 1 Hokkaido (ca. 800 g), 1 Zwiebel, 2 cm Ingwer, 2 EL Öl, 800 ml Gemüsebrühe, 200 ml Kokosmilch, 1 Spritzer Limettensaft, Salz, Pfeffer, 2 EL Kürbiskerne.

Zubereitung: Den Kürbis waschen, entkernen und in Würfel schneiden. Zwiebel und Ingwer fein hacken und im heißen Öl in einem großen Topf glasig andünsten. Kürbis zugeben und einige Minuten mitbraten, dann mit der Brühe aufgießen und 15 bis 20 Minuten weichkochen. Kokosmilch zugeben, alles fein pürieren und mit Salz, Pfeffer und Limettensaft abschmecken. Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten und über die Suppe streuen. Wer es kräftiger mag, gibt einen Löffel Currypaste mit den Zwiebeln in den Topf.

Zutaten: 1 Hokkaido, 200 g Feta, 3 EL Olivenöl, 2 Zweige Rosmarin, 1 TL Paprikapulver, 2 Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer, 2 EL Honig. Zubereitung: Den Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Kürbis entkernen, in Spalten schneiden und mit Öl, Paprika, Salz, Pfeffer, gehacktem Knoblauch und Rosmarin mischen. Auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen und 30 Minuten garen, bis die Ränder leicht braun sind. Feta zerbröseln, für die letzten 10 Minuten über den Kürbis geben und kurz mitbacken. Vor dem Servieren mit Honig beträufeln. Wer den Kürbis besonders knusprig mag, wendet die Spalten nach der Hälfte der Zeit. Dazu passen frisches Brot und ein grüner Salat.

Zutaten: 300 g Risottoreis, 400 g Butternut, 1 Zwiebel, 1 l Gemüsebrühe, 100 ml Weißwein, 50 g Parmesan, 3 EL Butter, einige Salbeiblätter, Salz, Pfeffer.

Zubereitung: Kürbis schälen und in kleine Würfel schneiden, die Brühe erhitzen und warmhalten. Zwiebel fein hacken und in 1 EL Butter glasig dünsten, den Reis zugeben und unter Rühren anschwitzen. Mit dem Wein ablöschen und einkochen lassen. Nach und nach die heiße Brühe kellenweise zugießen und dabei häufig rühren; nach 10 Minuten den Kürbis unterheben. Nach insgesamt etwa 20 Minuten ist der Reis bissfest. Vom Herd nehmen, Parmesan einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Salbei in der restlichen Butter knusprig braten und darüber geben.

Zutaten: 500 g Hokkaido, 1 Dose Kichererbsen (400 g), 1 Dose Kokosmilch (400 ml), 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 2 EL Currypaste, 2 EL Öl, 200 g Basmatireis, Salz, frischer Koriander. Zubereitung: Reis nach Packungsanleitung garen. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und im Öl anbraten, die Currypaste kurz mitrösten, bis sie duftet. Kürbiswürfel und abgetropfte Kichererbsen zugeben und gut umrühren. Kokosmilch angießen, salzen und zugedeckt 15 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist. Mit dem Reis anrichten und mit gehacktem Koriander bestreuen. Wer mag, gibt einen Spritzer Limettensaft darüber.

Zutaten: 300 g gegartes Kürbispüree, 200 g Mehl, 150 g Zucker, 3 Eier, 100 ml Öl, 1 Päckchen Backpulver, 2 TL Zimt, 1 Prise Salz, 100 g gehackte Walnüsse, etwas Puderzucker.

Zubereitung: Ofen auf 180 Grad vorheizen, die Kastenform fetten. Für das Püree Kürbis weich dämpfen oder backen und fein pürieren, abkühlen lassen. Eier mit Zucker schaumig schlagen, Öl und Püree unterrühren. Mehl, Backpulver, Zimt und Salz mischen, unterheben und die Nüsse zugeben. Teig in die Form füllen und etwa 50 Minuten backen. Kurz in der Form abkühlen lassen, stürzen und mit Puderzucker bestäuben. Der Kuchen schmeckt lauwarm besonders gut.

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